Einfälle Nr. 146 | 2. Quartal 2018

Liebe Leserinnen und Leser – liebe Freunde und Förderer,

vor 30 Jahren wurde die Deutsche Epilepsievereinigung e.V. als Bundesverband der Epilepsie-Selbsthilfe gegründet. Wer hätte damals gedacht, dass wir einmal 30 Jahre alt werden! Zugegeben: Es war nicht immer leicht und wir haben so manche Krise durchlebt – aber welcher Verband hat das nicht? Selbstverständlich gibt es anlässlich dieses Jubiläums eine Festveranstaltung, zu der auch unsere Leserinnen und Leser herzlich eingeladen sind (vgl. die Einladung auf Seite ..). Wir haben auch überlegt, eine Festschrift aufzulegen – aufgrund des hohen finanziellen und organisatorischen Aufwandes haben wir uns aber dagegen entschieden und lassen stattdessen in diesem Heft diejenigen zu Wort kommen, die uns 30 Jahre begleitet und unterstützt haben, die unseren Verein gegründet haben, die im Laufe der Jahre oder kürzlich neu dazugekommen sind. Wir wünschen Ihnen/Euch viel Spaß beim Lesen der Beiträge.

In einem weiteren Schwerpunkt steht die junge Selbsthilfe im Mittelpunkt. Anlässlich unseres 30jährigen ist es höchste Zeit zu fragen, was denn unser „Nachwuchs“ macht. Sind wir noch attraktiv für junge Menschen mit Epilepsie? Lassen wir ihnen die Gestaltungsräume, die sie brauchen, um sich in der Selbsthilfe zu entfalten? Lassen wir ihnen die Möglichkeit, eigenverantwortlich neue Wege zu gehen – so wie wir das vor 30 Jahren auch für uns in Anspruch genommen haben? Themen, die uns sicherlich auch in den weiteren Heften noch beschäftigen werden.

Und dann das Thema Cannabis, bei dem ich unwillkürlich an Asterix denken muss: „Ganz Gallien ist von den Römern besetzt – ganz Gallien?“ Auf Cannabis übertragen heißt das: „Unter bestimmten Bedingungen müssen die Krankenkassen die Behandlungskosten mit Cannabis-Produkten übernehmen – für alle Cannabis-Produkte?“ Leider nein. Mehr dazu findet sich in dem dritten Schwerpunkt des vorliegenden Heftes.

Daneben gibt es viele weitere wichtige und interessante Themen, die wir in vorliegendem Heft, das aufgrund unseres Jubiläums etwas umfangreicher geworden ist, besprechen. Wir wünschen Ihnen/Euch viel Spaß damit und viele neue Erkenntnisse. Und sollten Sie/solltet Ihr mit dem einen oder anderen Beitrag nicht einverstanden sein, schreibt uns das bitte in einem Leserbrief oder in einem eigenen Beitrag – denn, wie mein Vater immer sagte: „Der Widerspruch ist die Würze des Lebens“.

In diesem Sinne, 

Ihr/Euer Norbert van Kampen