Grundsätze der Beratung

Wird die Diagnose einer „Epilepsie“ gestellt, treten häufig Unsicherheiten und Ängste auf. Dies ist oft auch dann der Fall, wenn sich im Leben der Betreffenden oder im Krankheitsverlauf etwas ändert. In der Regel ist dann ist eine fachkundige Beratung notwendig. Hilfreich ist in vielen Fällen zudem der Besuch einer Selbsthilfegruppe – oder das individuelle Gespräch mit einem Menschen, der selbst eine Epilepsie hat.

Unsere Beratung orientiert sich an den Grundsätzen der Beratung von Betroffenen für Betroffene. Unsere Berater und Beraterinnen haben häufig die Unsicherheiten und Ängste, die in den Beratungsgesprächen thematisiert werden, selbst schon durchlebt und können darüber berichten, wie sie diese bewältigt haben. Den Ratsuchenden eröffnet sich dadurch ein anderer Zugang zu ihren Problemen und zu sich selbst – ein Zugang, der in einer professionellen Beratung eher schwierig zu erreichen ist.

Die von uns durchgeführte Beratung von Betroffenen für Betroffenen stößt dann an ihre Grenzen, wenn es beispielsweise um die konkrete Beantragung von Hilfen (z.B. im Rahmen der beruflichen Rehabilitation) oder um konkrete Probleme in der Behandlung der Epilepsie geht. In diesen Fällen verweisen wir an Fachleute – z.B. auf Epilepsie spezialisierte Sozialarbeiter oder spezialisierte Ärzte – die dann weiterhelfen können.
Angeboten werden zudem Gesprächskontakte zu Menschen, die sich in vergleichbaren Situationen befinden. Auch informieren wir über das Angebot der regionalen Selbsthilfegruppen für Menschen mit Epilepsie und/oder ihrer Angehörigen, zu denen wir den Kontakt herstellen können.

Zu den in der Beratung angesprochenen Themen verfügen wir in der Regel über Informationsmaterialien, die individuell nach den Bedürfnissen des Ratsuchenden zusammengestellt und ihnen dann zugesandt werden. Auch informieren wir über für Menschen mit Epilepsie und ihre Angehörigen wichtige Veranstaltungen und Seminare.

Mit unserem Beratungsangebot bieten wir die Chance, sich umfassend über Epilepsie zu informieren und mehr Sicherheit im Umgang mit der eigenen Erkrankung zu erlangen. Damit können sich Möglichkeiten und Chancen eröffnen, die die Ratsuchenden befähigen, auch mit ihrer Epilepsie ein „gutes Leben“ zu führen.