Hilfsmittel

Hier können Sie sich unser Faltblatt Hilfsmittel bei Epilepsie herunterladen, dass neben den folgenden Hinweisen auch Hinweise darauf enthält, wie diese finanziert werden können.

Mit Hilfe einer sogenannten Notfall-Stimme können Ersthelfer über die Epilepsie informiert werden. Der Anwender trägt das handygroße Gerät am Körper. Im Falle einer Ohnmacht wird die Notfall-Stimme durch die Veränderung des Neigungswinkels, durch heftige krampfartige Bewegungen oder durch starkes Zittern aktiviert und eine Abfolge von akustischen Warntönen ausgegeben. Wird das Gerät nicht in seine Ursprungslage zurückgebracht, so erfolgt kurzfristig eine kontinuierliche Sprachausgabe, die den Ersthelfer über das Krankheitsbild, Verträglichkeit von Medikamenten oder auch wichtige Telefonnummern des Anwenders informiert.

Ein Sturzmelder funkt im Notfall automatisch die Notrufzentrale an. Das kleine Gerät reagiert automatisch auf Unfälle, insbesondere in den Situationen, in denen der gestürzte nicht mehr in der Lage ist, einen Notruf auszulösen. Nur wenn sich die gestürzte Person in einer liegenden Position befindet wird der Alarmierungsprozess fortgeführt, Ist dieser Zustand nach 15 Sekunden unverändert, sendet das Geräte das Alarmsignal an die Notrufzentrale aus. Durch diese Zwei-Stufen-Aktivierung werden Fehlalarme deutlich reduziert. Das Gerät ist zusätzlich mit einem Notrufknopf ausgestattet. Der Hilfesuchende kann also auch ohne vorangegangenen Sturz Hilfs- und Rettungskräfte anrufen.

Ein Anfallwarnsystem ist ein „Bett-Alarm„, das epileptische Krampf-Anfälle registriert und augenblicklich an das Pflege-Personal oder die Eltern weiterleitet (per Alarm-Glocke, über einen Pieper, oder über Telefon, oder auch über eine Licht-Ruf-Leitung). Dieses gibt dem Betroffenen, sowie den Angehörigen und den Pflegenden ein hohes Maß an Sicherheit! Mit dem Anfallswarnsystem können Sie sicher sein, dass ernsthafte Anfälle während des Schlafes nicht unbeachtet bleiben! Das System reagiert auf die Bewegungen /Vibrationen im Bett und meldet Anfälle, bei denen Krämpfe auftreten.

Ein als besonders gekennzeichnetes Medaillon am Hals, ein spezielles Armband oder ein Notfallausweis kann bei Menschen mit schwerer und weitgehend therapieresistenter Epilepsie sinnvoll sein, die in Städten mit vielen verschiedenen Krankenhäusern leben und damit rechnen müssen, relativ häufig in Betreuung von wechselnden Ärzten zu kommen. Für die notärztliche Versorgung oder die Maßnahme von Laien und Sanitätern sind diese Informationen wenig nützlich, weil Sie selten erfasst werden.

Rettungswesten und Schwimmkragen schränken die Beweglichkeit im Wasser nur wenig ein und machen unabhängig von jeder Beaufsichtigung beim Baden und Schwimmen. Besonders zu empfehlen sind sie in freien Gewässern. Jedoch sollte das Schwimmen an Orten ohne allgemeine Rettungsaufsicht vermieden werden.

Als Kopfschutz sollten nur Modelle verwendet werden, die speziell für den jeweiligen Benuzter angefertigt wurden.