Epilepsie im Kindesalter

Von einer Epilepsie wird gesprochen, wenn es spontan – d.h. ohne erkennbare Ursache – zum Auftreten epileptischer Anfälle kommt. Eine Epilepsie kann im jedem Lebensalter auftreten, viele Epilepsien beginnen jedoch bereits im Kindes- und Jugendalter. Epilepsie ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems in dieser Altersgruppe, die sich in vielen Aspekten von den Epilepsien des Erwachsenenalters unterscheidet.

Bei einer Epilepsie im Kindes- und Jugendalter kann es sich um eine eigenständige Erkrankung handeln, eine Epilepsie kann sich aber auch im Rahmen einer anderen neurologischen, genetisch bedingten oder entzündlichen Erkrankung entwickeln. Im Kindesalter treten viele seltene neurologische Erkrankungen auf, die mit epileptischen Anfällen einhergehen und die eine umfangreiche diagnostische Abklärung erforderlich machen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es viele Arten epileptischer Anfälle gibt, die – gerade bei kleinen Kindern – kaum wahrnehmbar sind und häufig übersehen werden.

Treten im Kindes- und Jugendalter Epilepsien oder andere neurologische Erkrankungen auf, die mit epileptischen Anfällen einhergehen, kann es zu Entwicklungsstörungen und kognitiven Beeinträchtigungen (z.B.  Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens, der Aufmerksamkeit, des Gedächtnisses) kommen. Daher ist es notwendig, eine umfangreiche (neuro-)psychologische Testung durchzuführen, um mögliche Entwicklungsverzögerungen festzustellen und sie in Therapie und Förderung entsprechend berücksichtigen zu können.

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