Epilepsien

Wenn von einer Epilepsie gesprochen wird, ist in der Regel das epileptische Syndrom gemeint. „Syndrom“ ist die Bezeichnung für ein Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen verschiedener, für die jeweilige Erkrankung typischer Merkmale ergibt.

Epilepsien lassen sich zum einen durch eine bestimmte Anfallsart oder auch typische Kombinationen von Anfallsarten beschreiben. Zum anderen sind für die Syndromdiagnose eine Reihe weiterer Faktoren zu berücksichtigen:

  • Die vermutete Krankheitsursache (Ätiologie),
  • das Alter beim Eintritt der Erkrankung,
  • die Häufigkeit der epileptischen Anfälle,
  • eine eventuell vorhandene Bindung der Anfälle an das Aufwachen,
  • charakteristische EEG-Befunde (Elektroenzephalographie) und
  • weitere klinische Untersuchungsbefunde.

Die Syndromdiagnose ist wichtig, weil sie Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf und die Erfolgswahrscheinlichkeit der medikamentösen Behandlung zulässt und die Wahl der Behandlungsstrategie entscheidend mit beeinflusst.