Einfälle Nr. 133 | 1. Quartal 2015

Liebe Leserin, lieber Leser – liebe Freunde und Förderer,

„Natürlich haben wir in der Epilepsie-Selbsthilfe vom plötzlichen Tod bei Epilepsie (SUDEP) gehört. Darüber wird allerdings nicht nur in der Epilepsie-Selbsthilfe so gut wie nie gesprochen … und auch in einfälle wurde nicht darüber berichtet“, schreibt Klaus Göcke in seinem Beitrag zum Schwerpunkt dieses Heftes.

Sicherlich handelt es sich um ein schwieriges Thema, über das keiner gerne spricht – zumal nicht wirklich klar ist, wie es zu diesen plötzlichen Todesfällen kommt und einem nach wie vor keiner genau sagen kann, wie ein SUDEP zu verhindern ist. Dennoch haben wir uns als Redaktion nach vielen Diskussionen entschieden, den SUDEP zum Schwerpunkt dieser Ausgabe von einfälle zu machen. Uns ist klar, dass wir bei einigen unserer Leser und Leserinnen vielleicht Ängste schüren – aber wir sind auch der Überzeugung, dass die beste Möglichkeit, mit diesen Ängsten umzugehen ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Und damit konfrontiert war wohl jeder schon einmal in der einen oder anderen Form …

In dem vorliegenden Heft finden sich die Einladungen zu unserer Mitgliederversammlung und zu unserer Arbeitstagung incl. des Tagungsprogramms – beide Veranstaltungen finden in diesem Jahr in Königswinter statt. Auch wenn die Finanzierung der Arbeitstagung etwas schwierig war – dank der BARMER-GEK ist uns diese auch in diesem Jahr wieder gelungen. Neben dem vielfältigen Programm wartet auf die Teilnehmenden am Samstagabend ein ganz besonderer Leckerbissen …

Persönlich ist es mir noch ein Anliegen, auf die ausgezeichnete Arbeit des Medienprojekts Wuppertal hinzuweisen, dass eine Reihe von sehenswerten Dokumentationen über das Leben von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen (eine auch über Menschen mit Epilepsie) produziert hat – und sich jetzt mit einer zwei Dokumentationen zu Wort meldet, die dringend notwendig erscheinen, um den immer größer werdenden fremdenfeindlichen und rassistischen Tendenzen in diesem unserem Lande etwas entgegenzusetzen. Mehr dazu auf der folgenden Seite …

Ich wünsche all unseren Leserinnen und Lesern viel Spaß mit dem vorliegenden Heft – auch wenn die Themen nicht so einfach sind.

In diesem Sinne

Ihr/Euer Norbert van Kampen